DIscover The Unknown in Mathematics
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Reise nach Burgas, Bulgarien 6. - 12.05.2018

Zum Treffen in Burgas reisten von unserer Schule Johannes Stüve, Mark Bemba und Susanne Gründler. Begleitet wurden wir von vier SuS aus dem 10. und 12. Jahrgang (Kai Rothausen, Maurice Kosinski, Monique Schulz und Yuna Hartschen). Unter dem Motto DITUM Discover the Unknown in Mathematics werden wir zusammen mit Schulen aus Spanien, Italien, Bulgarien und Finnland neue Motivation für den Mathematik-Unterricht entwickeln (hoffentlich). Das Ziel des Treffens in Burgas war es, neue von den Schülern vorgeschlagene Unterrichtsmethoden zu erproben. Vorbereitet hatten wir uns nicht nur mathematisch, sondern wir hatten auch mit Anna Martin das bul­garische Alphabet geübt.

Alle Gäste und Gastgeber trafen sich am Montag in einem Weinkeller unter einem Militärmuseum. Die Schule war wegen eines militärischen Feiertags geschlossen. Dort erwartete uns ein umfangreiches Kulturprogramm aus Gesang und Tanz und Filmen über Bulgarien und Burgas. Das von den Eltern vor­bereitete Essen war köstlich. Nachmittags gingen wir durch eine Blumenschau am Strandpark.

Dienstag haben wir eine ganztägige Reise nach Nessebar und Sozopol unternommen: Zwei uralte kleine Städte auf Halbinseln im Schwarzen Meer mit unzähligen Kirchen, Ausgrabungen und Cafés mit Meerblick. In einem Museum wurde uns erklärt, wer hier schon alles Spuren hinterlassen hat: Thraker, Griechen, Römer, Osmanen, Slawen und Bulgaren, die reinste Völkerwanderung bis heute denn immer noch kommen Flüchtlinge illegal über die türkisch-bulgarische Grenze nicht weit entfernt von Burgas, weshalb wohl auch deutsche Bundespolizei in unserem Hotel stationiert war.

Am Mittwoch trafen wir uns in der Schule, um uns gegenseitig unsere innovativen Unterrichtstunden vorzuführen. Die Bulgaren überraschten uns mit erstaunlicher Zahlentheorie im Pascalschen Dreieck. Die Finnen jonglierten mit aufblasbaren Globen, um uns die Kugel geometrie näher zu bringen. Die Spanier hielten einen (leider etwas unverständlichen) Vortrag über eine sensationelle Extremwertaufgabe. Die Italiener sagen Opernarien zur Veranschaulichung des Einstiegs in die Kombinatorik. Und wir ließen die Schüler spielerisch die Funktionswerte, Steigungen und Krümmungen von ganz-rationalen Funktionen erkunden. Mathe kann auch Spaß machen! Anschließend gab es noch eine Schulführung - vorbei an unzähligen Pokalen für gewonnene internationale Wettbewerbe in Mathematik und Physik - und den obligatorischen Empfang beim Bürgermeister.

Donnerstag fuhren wir in die weit entfernte Stadt Plovdiv (nächstes Jahr europäische Kulturhaupt­stadt), in der wir ein Jahrhundertunwetter erleben durften, zum Glück erst nach der Stadtführung. Fast hätte der Blitz unsere Schüler getroffen, aber es ist noch mal wieder alles gut gegangen.

Die Schüler mussten am Freitag ihre logischen Fähigkeiten bei einer mathematischen Gruppenarbeit mit 10 Knobelaufgaben unter Beweis stellen. Die Koordina- toren tagten, um das nächste Treffen in Finnland vorzubereiten. Es steht ganz unter dem Thema "Mathematik und Kunst".

Samstag hörte endlich das schlechte Wetter auf und bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir mit einer Fähre zu einer Klosterinsel genossen noch die Ruhe, hielten nach Delfinen Ausschau und mussten nachmittags wieder zum Flughafen.

Fazit: Wir waren alle sehr dankbar für die Gastfreundschaft, die den Schülern in den Familien entgegengebracht worden war, für das Organisationstalent von Jacqueline, der bulgarischen Lehrerin, die das ganz Treffen nahezu im Alleingang gestemmt hatte. Für die Einsichten in ein fremdes Land mit einer fremden Schrift, anderen Kirchen (orthodox), aufgerissenen Straßen ohne Baustellenabsicherung, weit auf die Bürgersteige ragende Regenrinnen, die besser umgangen wurden, mit sehr unfreundli­cher Bedienung bei sehr niedrigen Preisen. Für die vielen Gespräche über Unterricht in den verschieden Ländern (Gruppenarbeit und nicht differenzierte Lerngruppen sind den Italienern und Spaniern ein Graus). In Erinnerung bleibt die Antwort der Bürgermeisterin auf Yunas Frage: Was ist das besondere am bulgarischen Schülersystem? Unsere Schüler sind hoch motiviert, offen für neue Erfahrungen und bereit hart zu arbeiten, wirklich hart zu arbeiten.

PS: Wie schon bei anderen Fahrten, gilt auch hier wieder:
Ein herzliches Dankeschön an alle Kollegen, die uns vertreten haben.

Programm
PICs

Protokoll der Koordinatoren